Focus Stacking

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9.April, 12:00 Uhr

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Überall Schärfe –
Der Schärfentiefe ein Schnippchen schlagen

Manchmal setzt die Physik uns Grenzen, die wir nur schwer oder gar nicht überwinden können! Die Kamera kann lediglich an einem Punkt bzw. auf eine bestimmte Entfernung des Motivs fokussieren. Es ist also nur ein Punkt im Bild tatsächlich komplett scharf.

Dies hat die Kamera mit unserem Auge gemeinsam, denn auch wir können lediglich auf nur einem Punkt dessen fokussieren, das wir betrachten.

Werden nun mehrere / viele solcher scharfer Bildeindrücke zu einem scharfen Bild gesammelt und zusammengefasst, dann spricht man allgemein von Focus Stacking. Es eignet sich hier ideal, um perfekte Fotos mit viel Schärfentiefe zu erstellen

Eure Erfahrungen wollen wir sammeln. Wir beschäftigen uns daher mit folgenden Schwerpunkten (für Details bitte aufklappen):

Blende, Entfernung und Objektiv-Brennweite bestimmen Schärfentiefe

Schärfentiefe bezeichnet den Bereich vor und nach einem Fokuspunkt, welcher noch scharf dargestellt wird. Der Übergang zwischen Unschärfe und Schärfe ist jedoch fließend.

Die Schärfentiefe wird durch die 3 Faktoren Blende, Entfernung und Objektiv-Brennweite bestimmt:

  • Faktor #1: Die Blende
    Je höher die Blendenzahl (z.B. 16, sprich kleiner die Blende), desto größer die Schärfentiefe.
    Aber achte auf die Beugungsunschärfe kleiner Blenden
    .
  • Faktor #2: Entfernung
    Je kürzer die Distanz zwischen dir und dem Motiv, desto geringer die Schärfentiefe.
    Und zusätzlich gilt: Je weiter das Hauptmotiv vom Hintergrund entfernt steht, desto geringer ist die Schärfentiefe.
    .
  • Faktor Nr. 3: Brennweite
    Je länger dein Objektiv, desto geringer die Schärfentiefe.
    Je kleiner die Sensor-Größe, umso größer die Brennweite.
    Um die Schärfentiefe zu maximieren, benutze eine kürzere Brennweite, wie etwa die von Weitwinkel-Objektiven.
Focus Stacking für Aufnahmen statischer, 3-dimensionaler Motive

2 Schritte für Aufnahmen drei-dimensionaler Motive

Das Focus Stacking wird bei Bildern von räumlichen (=dreidimensionalen) Motiven mit dem Ziel totaler Schärfe verwendet. Räumliche Ausdehnungen kommen oft besonders bei Makro- und Table-top-Aufnahmen im Kleinen, bei Architektur- und Landschaftsaufnahmen im Großen vor. Daher solltet Ihr bei  solchen Bereichen die Aufnahmetechnik Focus Stacking in Betracht ziehen.

Die Erstellung der Bilder erfolgt in 2 Schritten:

  • Focus Bracketing: Ablichten mehrerer Aufnahmen mit sich schrittweise änderndem Fokuspunkt im drei-dimensionalen Motiv (Ihr wandert optisch durch den "Raum")
  • Focus Stacking (im eigentlichen Sinne): Erzeugung eines Bildes aus den Aufnahmen des Focus Bracketings durch Auswahl der jeweils schärfsten Bildbereiche

Focus Stacking bietet sich überall dort an, wo

  • statische Motive
  • mit möglichst weit geschlossener Blende
  • ein Motiv mit Bildelementen in kurzer Entfernung
  • mit räumlicher Motiv-Tiefe, aber nicht zu groß im Verhältnis zum Abstand zur Kamera,
  • Motiv mit längerer Brennweite (staucht Motiv-Tiefe)
  • mit Ziel totaler Schärfe

fotografiert werden.

Methode für statische Motive

Nur der Fokuspunkt darf sich während des Focus Bracketing ändern. Das Motiv selber darf sich nicht ändern - also nicht

1. Bildformat, - ausschnitt
2. Annäherung, Erkennbarkeit
3. Blickwinkel, Räumlichkeit
4. Komposition: Bildelemente
5. Komposition: Farbe
6. Licht, Beleuchtung
und auch nicht Weißabgleich, ISO-Wert und andere Kamera-Einstellungen

Nur so passen die verschiedenen Aufnahmen beim abschließenden Stacking noch zusammen.

Focus Bracketing - Sorgfältige Aufnahmen mit Fokusveränderungen

Focus Bracketing verlangt eine sorgfältige und konzentrierte Vorgehensweise. Es hat sich bewährt, wichtige Informationen zu notieren, da dies nachfolgende Korrekturaufnahmen erleichtert.

Der Ablauf lässt sich wie folgt skizzieren:

  1. Suche das Motiv
  2. Montiere die Kamera am besten auf ein Stativ und fokussiere manuell den ersten Schärfebereich des Motivs an
  3. Schätze die Motivtiefe, also die Länge des Bildbereiches, der später total scharf sein soll
  4. Bestimme die durchschnittliche Schrittweite (= Motivtiefe geteilt durch geplante Anzahl  Fokusverlagerungen)
  5. Wähle eine Blende, die eine totale Schärfe im Bereich der durchschnittlichen Schrittweite plus Sicherheitspuffer sichert,
  6. Fotografiere als erstes Bild den am nächsten zur Kamera gelegenen Motivteil.
  7. Verlagere den Fokuspunkt (z.B. Antippen des Displays oder Drehen an der Einstellschraube des Makroschlittens), um die Kamera um die durchschnittliche Schrittweite näher Richtung Motiv zu verlagern.
  8. Fotografiere das nächste Bild, etc.

Am besten macht man genügend Aufnahmen, so dass sich die Schärfeebenen überlappen. Es ist äußerst wichtig, die Bilder zügig hintereinander machen, damit sich das Motiv nicht verändert.

Generell kann man sagen, dass Focus-Stacking-Bilder ungefähr aus 10-20 Einzelbildern bestehen. Als Neuling sollte man mit 4 bis 5 Aufnahmen beginnen und Erfahrungen zu sammeln. Bei Makroaufnahmen mit großem Abbildungsmaßstab braucht man mehr Einzelbilder, um ein durchgängig scharfes Bild zu erhalten.

Focus Stacking - Softwaregestützte Montage der schärfsten Bildbereiche

Die Bilder des Focus Bracketings sind per Software zu einem möglichst scharfen Bild zu verschneiden. Als Software für den Einstieg in diese Technik bieten sich für viele Lightroom und Photoshop an, da sie diese Programme abonniert haben.

Ein Ablauf der Arbeitsschritte weist in etwa folgende Stufen auf:

  1. Importieren der Bilder des Focus Bracketing in Lightroom
    • Ablage der Bilder
    • Synchronisierte Grundeinstellungen wie Farbtemperatur, Profile, Helligkeit, usw
    • Aufruf von Photoshop mit Übergabe der Bilder als Ebenen
  2. Focus Stacking in Photoshop
    • Automatisches Ausrichten der Ebenen
    • Automatisches Überblenden der Ebenen
  3. Abschließende Optimierung in Lightroom

Sollte das Ergebnis nicht befriedigen, wäre ein erneuter Versuch mit Focus Bracketing und Stacking notwendig.

Folien und Ergebnisse der Themendiskussion […pdf-Datei].

 

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Diese Galerie wird später zur Sternenvergabe benutzt (man kann seine eigenen Bilder nicht bewerten).

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    Deshalb ist es nur fair, wenn wir anderen zumindest ein Minimum an Feedback geben (= Stern / kein Stern).
    Ein Stern sagt, das Bild gefällt mir sehr gut (ein Like). Der Aufwand dürfte insgesamt in einer halben Stunde erledigt sein. Also der Aufwand kann kein Argument  gegen eine Sterne-Runde sein.
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  • Schritt 2: Kommentare als tiefergehendes Feedback
    Nicht jeder muss zu jedem Bild per Kommentar ein schriftliches Feedback geben. Aber wünschenswert ist,
    jeweils ein Kommentar
    für mindestens 2 Bilder, die einem am besten gefallen, zu schreiben, was
    besonders gefällt,
    für mindestens 2 Bilder, die einem am wenigsten gefallen, zu beschreiben,
    was Ihr anders machen würdet. Bei der Ausarbeitung eines Kommentars sollte man immer die bekannten 4 IRIS-Kriterien im Hinterkopf haben - also ausgehend von markanten Bildelementen die Bildaussage/-idee, emotionale Wirkung, Gestaltung und technische Qualität beurteilen.
  • Schritt 3 (wahlweise): Videokonferenz
    Es wäre schön, wenn noch offene Anliegen oder Fragen zum Galerie-Thema in einer Videokonferenz besprochen werden, wo statt Text per Gespräch kommuniziert wird. Bitte per E-Mail an die Vorstandschaft den Wunsch äußern.

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