Poesie – Verträumtes aus dem Garten

Ein Garten kann eine Welt für sich werden, dabei ist es ganz gleich, ob dieser Garten groß oder klein ist … ganz gleich, ob er einem gehört oder nicht. Gesucht sind Fotos aus

  • eigenem Garten
  • fremden Garten
  • öffentlichen Garten
  • Garten-Center etc

Was Poesie bedeutet, diskutieren Literaturwissenschaftler seit Jahrhunderten. Poesie wird landläufig als etwas Besonderes verstanden, welches bei uns Fotografen durch die Bild-Sprache vermittelt wird. Poesie geht aber darüber hinaus, indem sie eine emotionale Wirkung etwa durch Harmonie, Schönheit, Stille aber auch Melancholie erzeugt.

Vielleicht stimmen Euch die folgenden Web-Seiten ein bisschen auf das Thema „Poesie – Verträumtes aus dem Garten“ ein:

Poesie – eine persönliche Erfahrung

Ob ein Bild Poesie ausstrahlt, kann von Person zu Person verschieden sein. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Fotografin oder der Fotograf die Poesie selber erlebt, in diesen selber eine (großen und tiefen) Empfindung aufsteigt.

Um Poesie für sich als Fotograf*in oder Betrachter*in selbst zu erfahren, ist es ganz wichtig, sich dem was ist, nicht entgegen zu stellen. Manche betrachten die Fotografie sogar als eine moderne und zeitlose Meditationsform: Als erstes müsste Fotograf*in in einen geistigen Zustand kommen, bei dem das Motiv voll erfahren werden kann.

Dazu muss man sich dem Motiv öffnen, indem man alle möglichen Gedanken an Zukunft und Vergangenheit loslässt. Dies geschieht hier durch den Fokus auf die Motive im Garten, auf sich selbst allein und das Fotografieren. Es ist das bewusste Erfahren dessen, was gerade um einen herum passiert. Wird dieser Zustand erreicht, stellt sich ein inneres Hochgefühl ein.

Verträumtes heißt Schönes sehen und gestalten

Mit dem gewählten Thema wollen wir unsere Fähigkeit, Schönes zu sehen und zu gestalten, ergründen. Besonders wären durch das Bild das Gefühl

  • der Romantik
  • Zartheit
  • Sanftheit
  • Entschleunigung
  • Ruhe und
  • des Wohlgefühls

zu wecken. Hilfreich wären dabei zum Beispiel folgende Gestaltungsmittel

  • Ausreichende Erkennbarkeit der Motivelemente
  • Spannungsarmer Blickwinkel
  • Gefühlvolle Farben
  • Angenehme Lichtstimmung
  • Anheimelnde Unschärfe

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Anregungen für ein Fotografieren von Poesie

Orientiert an Ausführungen von G. Zöhrer habe ich auf Basis unserer Diskussion eine mögliche Vorgehensweise skizziert:

Vorfreude hilft ungemein

Man sieht nur, was man kennt …

Als erstes machen wir uns klar, was Poesie fotografieren bedeuten kann und was unsere Ziele sind. Dadurch wird auch bewusst, was auf uns zukommen könnte und welches Equipment wir um Fotografieren dabei haben sollten. So wird späterer Ärger vermieden.

Hilfreich für das Fotografieren von Poesie sind Motive in einer ruhigen und freundlichen Umgebung. Allerdings kann Poesie auch Motive aufgreifen, welche Melancholie oder Sehnsucht verströmen.

In den Bildern sollte sich Poesie treffend widerspiegeln. Nachdem viele von uns nicht zum ersten Male Blumen und Bildgeschichten fotografiere, sind uns die Anforderungen grundsätzlich bewusst. Um das Relevante zu entdecken, muss man schon über Grundkenntnisse verfügen. Wie bereits Altmeister Goethe sagte, sieht man nur das, was man kennt. Und es wäre noch hinzuzufügen, dass man sich daneben dem Unbekannten offen und unvoreingenommen nähern sollte.

Das persönliche Anliegen bringt Vorfreude

Wer bislang noch keine poetische Ader bei sich entdeckt hat, möge sich fragen, ob nicht gerade das Verlassen der eigenen Komfortzone bzw. Trampelpfade nicht doch neue Ideen und Freude bringen könnte. Wichtig ist dabei schon, dass Poesie fotografieren kein lästige Pflicht bleibt, sondern ein persönliches Anliegen wird. Nur so entsteht Vorfreude auf die Poesie-Aufnahmen.

Einstimmung auf das Entdecken von Poesie

Ziele der Einstimmung

Für das Entdecken von Poesie kommt es weniger auf Techniken oder zu beachtende Regeln an als auf ein frisches, konzeptfreies “Sehen”, das entsteht, wenn Geist, Auge und Herz im Einklang sind (Jürgen Heitmann).

Was mit der Einstimmung auf das Entdecken der Poesie erreicht werden soll, beschreibt treffend ein Zitat von Eckhart Tolle:

"Benutze Deine Sinne. Sei völlig da, wo Du bist. Schau Dich um. Schau nur, interpretiere nicht. Sieh das Licht, sieh Konturen, Farben, Materialien. Sei Dir der stillen Gegenwart aller Dinge bewusst. Sei Dir des Raumes bewusst, der es allem ermöglicht, hier zu sein. Höre die Geräusche, beurteile sie nicht. Höre die Stille, die die Geräusche umgibt. Berühre etwas – irgendwas – und fühle und bestätige sein Dasein. Beobachte den Rhythmus Deines Atems; fühle die Luft ein- und ausströmen, fühle die Lebensenergie in Deinem Körper. Erlaube allem zu sein, innen und außen. Erlaube das „So-Sein“ aller Dinge. Bewege Dich tief ins Jetzt hinein."

Entspannte und doch angeregte Achtsamkeit

Um in eine solche Stimmung zu kommen, nimmt man sich also Zeit, besichtigt als erstes die möglichen Motive und ihr Umfeld, mache gelegentlich ein Foto. Dies bringt ein langsames, positives Einstimmen. Man lässt quasi die Motive auf sich zukommen.

Jeder hat so seine Wege (z.B. ein kleiner Espresso), sich in eine entspannte und doch angeregte Achtsamkeit zu bringen. Spezielle Meditationstechniken könnte man auch erlernen.

 

Kreatives Fotografieren aus dem Innern heraus

Nur der Augenblick zählt

Nicht wenige haben schon erlebt, dass es Momente gibt, in denen man sich dem Fotografieren ganz hingibt und dabei die Zeit vergisst: Es strengt nicht an, Sorgen sind vergessen, das Motiv steht voll im Fokus. Nur was gerade ist, hat Bedeutung.

Dann kommen Ideen aus dem eigenen Innern heraus, können sich ungehindert entwickeln und kreative Aufnahmen schaffen. Emotionen sind der körperliche Ausdruck von Gedanken. Wenn wir diese Gedanken nicht bewusst rational beobachten und kontrollieren können oder wollen, fühlen wir die Emotionen in unserem Körper. Wir können sie uns bewusst machen und die Motive aus diesem Blickwinkel fotografieren.

Poesie kennt Schönes oder auch Trauriges

Mit dem Thema "Poesie" wollen wir unsere Fähigkeit, Schönes oder auch Trauriges zu sehen und zu gestalten, ergründen. Besonders wären etwa die Gefühle

  • des Wohlgefühls wie
    • der Romantik
    • Zartheit
    • Sanftheit
    • Entschleunigung
    • Ruhe
  • oder der Traurigkeit
    • Sorge
    • Tristesse,
    • Melancholie
    • Sehnsucht

Nichts erzwingen wollen

Als Vorbereitung auf derartig kreatives Fotografieren ist die Vorfreude und das Sich-Einstimmen wichtig, weil diese negative Energien abbauen, körperliche und geistige Beweglichkeit bringen. So entsteht der Kontakt zur Poesie im Motiv mit all dem Fühlen und Wahrnehmen, Verstehen was ist.

Wichtig dabei ist aber auch, ohne Zwang zu fotografieren. Nicht wegen vieler Fotos werden Motive fotografiert, sondern wegen der emotionalen Wirkung auf einem selber.

Fototechnik ist nur ein Werkzeug

Dinge wie die Anzahl der Fotos oder etwa die Auflösung des Sensors sind nebensächlich. Die Fototechnik ist ein nützliches Werkzeug, um die Kreativität auf dem Kamera-Sensor festzuhalten. Nicht die Technik bestimmt die Aufnahme, sondern die augenblickliche Situation und die eigene Kreativität.

Wir sollten nur möglichst wissen, wie Poesie gestalterisch und technisch treffsicher fotografiert werden. Probleme im Umgang mit der Kameratechnik können sonst nur die eigene emotionale Stimmung beeinträchtigen.

Emotion statt Dokumentation

Das Erzeugen einer emotionalen Wirkung ist hier das vorrangige Ziel und nicht die minutiöse Dokumentation des Motivs, da dies mit hoher Sicherheit eine poesievolle Bildwirkung beeinträchtigt.

Die Betrachtung von Poesie-Bildern empfiehlt vor allem

  • Ausreichende Erkennbarkeit der Motivelemente
  • Spannungsarmer Blickwinkel
  • Gefühlvolle Farben
  • Angenehme Lichtstimmung
  • Anheimelnde Unschärfe

Das sind mögliche Ansatzpunkte, um Bilder mit poesievoller Wirkung zu bekommen.

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Alle bislang bereit gestellten Bildbeispiele

Die bereit gestellten Bilder sind nur als Anfang zu sehen, indem Verträumtes aus dem Garten nicht nur theoretisch sondern auch praktisch im Foto festgehalten wurde. Diese sollen Impulse geben, um die Poesie in der eigenen Fotografie noch weiter für sich zu entdecken.

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(bis 19. Oktober, 22:00 Uhr)

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    b.) Mit der Sternenvergabe trainieren wir unser persönliches Urteilsvermögen.
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  • Schritt 2: Kommentare als tiefergehendes Feedback
    Nicht jeder muss zu jedem Bild per Kommentar ein schriftliches Feedback geben. Aber wünschenswert ist,
    jeweils ein Kommentar
    für mindestens 2 Bilder, die einem am besten gefallen, zu schreiben, was
    besonders gefällt,
    für mindestens 2 Bilder, die einem am wenigsten gefallen, zu beschreiben,
    was Ihr anders machen würdet. Bei der Ausarbeitung eines Kommentars sollte man immer die bekannten 4 IRIS-Kriterien im Hinterkopf haben - also ausgehend von markanten Bildelementen die Bildaussage/-idee, emotionale Wirkung, Gestaltung und technische Qualität beurteilen.
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